Das geheime Rezept des chinesischen Mondkuchens.

Im September findet einer der wichtigsten Feiertage in China statt – das traditionelle Mondfest.

Über die geschichtlichen Hintergründe und kulturellen Brauchtümer an diesem Tag ist schon viel berichtet worden.

Die kulinarische Spezialität des Festes, die an diesem Tag auf keinen Fall fehlen darf: der Mondkuchen. Dieser wird im Familienkreis verzehrt oder an Freunde, Verwandte und auch Geschäftspartner verschenkt.

Das Besondere an diesen kleinen Kuchen sind ihre Füllungen – diese sind nämlich ein großes Geheimnis und in der Regel nur dem Bäcker selbst bekannt.

Wer also beherzt in die Gebäckteilchen hineinbeißt, sollte sich auf die eher ungewöhnliche Füllungen einstellen. Von süßen Mandeln, über salziges Ei bis hin zu herzhafter Fleisch- oder Bohnenpastete kann der im Kern des Mondkuchens fast alles enthalten.

Jede Region in China hat ihre eigenen Mondkuchen-Rezepte, die Süßes und Salziges nach dem Prinzip von Yin und Yang in einem Kuchen vereinen. Oft enthält das Innere des Kuchens auch gesalzene Eidotter als Symbol für den Vollmond. Für europäische Geschmäcker mag diese Kreation im ersten Moment nicht so verlockend wirken, aber Probieren lohnt sich auf jeden Fall!

Natürlich muss man nicht extra nach China reisen, um in den außergewöhnlichen Genuss des Mondkuchens zu kommen. Man kann die Leckerbissen auch einfach zuhause nachbacken und sie beim nächsten Kaffeeklatsch den Freunden anbieten – überraschte Gesichter sind da mit Sicherheit garantiert.

Hier gibt’s ein Rezept für den Mondkuchen mit traditioneller Ei-Füllung:

Zutaten für 12 Stück

90g Öl
180g Zuckersirup
270g Mehl
4,5 TL Lauge
Eine Handvoll Melonenkerne
12 gesalzene Eier
40-50g Lotuspaste

Zubereitung

  1. Das Mehl mit Öl, Zuckersirup und Lauge vermischen, dann den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Die gesalzenen Eier kochen und das feste Eigelb herauslösen.
  3. Die Lotuspaste mit den Melonenkernen vermengen, in 12 Portionen teilen und jede Portion ausrollen. Das Eigelb auf die rauflegen und dann die Lotuspaste wieder um das Eigelb herumwickeln und zu einer Kugel formen.
  4. Teig in 12 Portionen teilen und ausrollen.
  5. Die Kugel aus Lotuspaste in die Mitte des Teigs legen und den Teig vorsichtig um die Füllung wickeln.
  6. Den Teigklops (bei Bedarf) zur Verzierung in eine spezielle Mondkuchenform drücken, wieder herauslösen und auf einem Bachblech in den vorgeheizten Backofen legen.
  7. Den Mondkuchen 10 Minuten bei 200°C backen, dann mit Eigelb bestreichen und weitere 10 Minuten bei 175°C backen.

Am besten wird der Mondkuchen nach dem Backen noch 2-3 Tage abgedeckt gelagert, bevor er gegessen wird. So entfaltet sich erst dann der aromatische Geschmack. Viel Spass !

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